Social Entrepreneur oder Economy oder Business ... Was ist das und wie geht das? Wo finde ich Gleichgesinnte und an wen kann ich mich wenden?

Sozialunternehmer (Social Entrepreneur) werden oder sein ist gerade voll im Trend und dieser scheint nicht aufzuhalten zu sein. Sehr zu meiner Freude.

Ich als angehender Social Entrepreneur stelle mir genau die Fragen, die sich wahrscheinlich alle Gründer stellen:
Wo bekomme ich Hilfe wie Beratung und Coachings?
Wo finden Wettbewerbe statt und wie relevant sind sie?
Wie sieht die Szene eigentlich aus und wo kann ich Gleichgesinnte treffen?
Und wie soll ich das ganze finanzieren und überhaupt ... muss ich eigentlich eine Firma gründen und wenn ja, wann?

Ich kann euch eure eigenen Antworten nicht geben, aber ich kann euch sagen, wo ich überall nach Informationen gesucht habe und teilweise noch suche.Aufgrund der Masse an Informationen lässt sich leider ein Artikel voller Links nicht vermeiden. Viel Spaß!

Kleines Begriffe ABC

Der Social Intrepreneur, zu deutsch: Sozialunternehmer ist laut meiner Definition ein kleiner Weltretter, der den Mensch vor den Profit stellt. Social Economy ist die Gemeinschaft, die Bewegung dieser Weltretter. Und Social Business ist, wenn man damit letztlich zumindest Geld verdienen möchte, um es zu reinvestieren. Ist doch ganz einfach, oder? Ich möchte gern ein Social Entrepreneur sein und wäre dann Teil der Social Economy, indem ich ein Social Business gründe.
Geht aber auch kompliziert. Schauen wir mal, was die Experten sagen:

"... Er geht soziale Probleme mit ungewohnten, nämlich unternehmerischen Mitteln, an. Der Begrif Social Entrepreneurship ist neu, das Phänomen nicht. Es hat immer Social Entrepreneurs gegeben, und viele unserer Institutionen sind durch sie entstanden. Bereits im 19. Jahrhundert rief Friedrich von Bodelschwingh in Bethel eine Organisation ins Leben, die nach wirtschaftlichen Grundsätzen arbeitete und eigene Handwerksbetriebe, eine eigene Strom- und Wasserversorgung, Schulen und Ausbildungsstätten betrieb. Der Gründer des Roten Kreuzes, Henri Dunant, war sicherlich ein Social Entrepreneur, so wie Mutter Theresa in Kalkutta. ..." (Auszug aus: Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development Social Entrepreneurship von Prof. Dr. Günter Falti).

Dieser Artikel ist sehr spannend, da er sich u.a. mit dem Unterschied zwischen einem Social und einem Business Entrepreneur befasst, der, wie der Artikel darstellt, gar nicht so groß ist. Der Unterschied besteht im westentlichen im Unternehmszweck und dem Umgang mit den Gewinnen.

Für Details bitte einfach Wiki fragen: https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Entrepreneurship

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Noch zwei Begriffe kursieren und werden gern falsch verwendet: Social Business UNGLEICH Sozialunternehmen.
Unternehmen wie OTTO gehören bereits zu den sogenannte Sozialunternehmen - weil sie sich für ihre wichtigste Ressource = Mitarbeiter stark einsetzen durch Betriebssport, Überstundenregelungen und gute Sozialleistungen. Weiterhin haben sie einige soziale Projekte ins Leben gerufen. Meiner Meinung nach sollte das Standard sein für alle und ich glaube auch, dass es so einige Unternehmen gibt, die mit gut in Szene gesetzten Projekten und Innitiativen Augenwischerei betreiben. Daher immer schön vorsichtig mit den Vokabeln.

Das Social Business ist ein wirtschaftliches Konzept, das soziale und ökologische gesellschaftliche Probleme lösen soll. Die Investoren verzichten auf spekulative Gewinne. Es heißt aber auch, dass Gewinne erzielt werden dürfen, diese werden aber i.d.R. in das Unternehmen investiert.

Soweit so gut. Wir können uns nun also einigermaßen Unfallfrei in der Szene bewegen. Aber ... wo findet sie denn statt, die Szene? Wir unterscheiden einmal die eigentliche Gründerszene (heißt neuerdings Start Up Szene) und die Sozialgründer-Szene (Social Start Up Szene).

Wer sich - ob nebenberuflich oder hauptberuflich oder nur so zum Zeitvertreib - mit einer Idee am Markt platzieren will, kommt um ein bisschen Gründer 1x1 nicht drumherum.

 

 

 

Erste Anlaufstellen für Gründer (Start ups)

Es gibt sie überall,die Existenzgründerseminare von der Arbeitsagentur oder private Anbieter für wenig Geld und natürlich gibt es einige Infos rund um die Unternehmensförderung über die Handelskammer. Von Coachings über Wettbewerbe, Netzwerke und so einige gesammelte Tipps lohnt sich das ausführliche stöbern. Wer wie ich ab und an unstrukturiert surft, braucht ein wenig Zeit.

Etwas moderner geht es auf Plattformen wie Start ups Germany und Deutsche Start ups.

Wenig bekannt ist, dass die Gründerwerkstatt u.a. kostenlose Hilfe bietet bei der Erstellung von Business-Plänen. Wer sich damit beschäftigt stellt schnell fest, dass Gründerwerktstatt, IHK und die KfW Bank zusammenhängen. Demnach kommt man für Finanzierungen sicher nicht umhin, sich zumindest das Angebot der KfW-Bank einmal anzusehen.

Umfassende Informationen rund um das Thema Gründung und Finanzierung bietet auch fuer-gruender.de und Existenz- und Jungunternehmerförderung.

Auch lohnt ein regelmäßiger Blick in das Online-Magazin Gründerszene ebenso wie die Artikel von Focus und Spiegel rund um die Themen der staatlichen Zuschuss-Möglichkeiten zu lesen. Teilweise zwar schon etwas älter, aber dennoch sehr umfangreich.

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Die Anlaufstellen für Socialgründer (Social Start ups)

Gut und kostenlos beraten wird man von Vereinen wie z. B. in Hamburg der Heldenrat-Verein. Bitte etwas Zeit mitbringen, denn die ehrenamtlichen Berater und Coaches machen das schließlich in ihrer Freizeit.

In der Social Szene scheint es Gang und Gebe zu sein, an Wettbewerben für Gründer-Coachings teilzunehmen. Einen guten Überblick bietet WiSo in seinem Artikel. Nicht genannt in dem Artikel sind die folgenden Anlaufstationen Do School, Social Impact, Ashoka, Social Pioneer, Social Start ups und Entrepreneurship.de, die nicht nur Wettbewerbe anbieten sondern auch viele Informationen zum Thema Gründung, Networking, Finanzierung etc. bieten.

Zum Thema Finanzierung hat WiSo noch einen weiteren Artikel herausgebracht und einer der lt. Webseite führenden sogenannten Vagniskapitalinvestoren ist Socialventurefund.

 

 Es gibt sicherlich noch einiges mehr an Infos, aber wer diese Hausaufgaben gemacht hat, ist schon recht weit vorn oder bereits recht verwirrt 😉 Wer noch mehr und andere Infos hat, darf diese gern hier an mich senden.

 

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